
Dank Engagement der Belegschaft: KHS realisiert PV-Anlage in Bad Kreuznach
Investitionen am Standort Bad Kreuznach
- Mitarbeitende erhöhen Genossenschaftseinlagen um 200.000 Euro
- Gewinnung von circa 437.000 kWh Solarstrom pro Jahr
- Erfolgsmodell ist Vorbild für weitere KHS-Standorte
Bad Kreuznach, 3. April 2025 – Mit der Installation einer Photovoltaikanlage setzt KHS am Produktionsstandort an der Planiger Straße ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit. Aktive und ehemalige Mitarbeitende haben bei der Realisierung der Anlage zusätzliche Genossenschaftsanteile in Höhe von 200.000 € erworben. Die Anlage mit 460 kWp1 ist jetzt in Betrieb gegangen.
Fortsetzung eines Erfolgsmodells: Die Photovoltaikanlage in Bad Kreuznach ist nicht die erste, die die Genossenschaft MaGeno-Solar eG finanziert und umgesetzt hat. Bereits 2023 realisierte die eigens für diesen Zweck gegründete Kooperative eine solche Anlage am Dortmunder Hauptsitz. Mittlerweile gehören ihr 190 aktive oder schon im Ruhestand befindliche KHS-Mitarbeitende an. Bernd Molitor ist Vorsitzender und nach fast 40 Jahren Tätigkeit für KHS, jetzt als Rentner, einer von ihnen: „Wir wollen selbst etwas für den Klimaschutz unternehmen und unseren Arbeitgeber bei der Überwindung bürokratischer Hürden entlasten. Für die nun jüngst erfolgte Umsetzung am Unternehmensstandort in Bad Kreuznach konnten wir auf den Erfahrungen des erfolgreich durchgeführten Pilotprojektes in Dortmund daufbauen.“
Großes Nachhaltigkeitsengagement auf allen Seiten
Bei KHS liefen die Genossenschaftsmitglieder damit offene Türen ein. Als einer der weltweit führenden Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen in den Bereichen Getränke und flüssige Lebensmittel verfolgt das Unternehmen selbst ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele: Bis 2028 will die KHS Gruppe kurzfristig ihre eigenen Treibhausgasemissionen an allen Produktionsstandorten um rund 36 Prozent reduzieren. Auch im Mutterkonzern, der Salzgitter AG, war die Idee mehr als willkommen. Gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften strebt der Konzern eine CO2-Neutralität bis spätestens 2045 bei den direkten und indirekten Emissionen an den eigenen Standorten an.
Die MaGeno-Solar eG beschleunigt diesen Prozess, indem sie die selbstfinanzierte PV-Anlage nun errichten lässt. KHS pachtet diese zu einem festen Jahrespreis und nutzt den hieraus gewonnen Ökostrom. Das rechnet sich für den Systemanbieter, weil der Ökostrom für die eigene Produktion unterhalb des üblichen Marktpreises bezogen werden kann. Die Genossenschaft refinanziert ihr Investment sicher mit den regelmäßigen Pachtzahlungen und kann die Gewinne in Form von Dividenden an ihre Mitglieder ausschütten. So gewinnen alle Partner.
Weitere Projekte in Planung
Installiert wurden die neue Solarpaneele mit einer Leistung von insgesamt 460 kWp auf dem Dach einer Produktionshalle für Abfüllanlagen. Damit können durchschnittlich 437.000 kWh CO2-neutraler Strom erzeugt werden.
Ähnliche Projekte sollen sukzessiv an allen weiteren nationalen und internationalen KHS-Werken entstehen. So befindet sich eine weitere Anlage in Worms bereits in der Planung.
1kWp steht für Kilowattpeak. Die Einheit gibt die theoretisch maximal mögliche elektrische Leistung von Solarzellen an.
Photovoltaikanlage (Quelle: Frank Reinhold)
KHS nahm am Standort Bad Kreuznach kürzlich eine Photovoltaikanlage in Betrieb. Sie erzeugt durchschnittlich 437.000 kWh CO2-neutralen Strom.
Bild herunterladen (JPG, 1 MB)Genossenschaft MaGeno-Solar eG (Quelle: Frank Reinhold)
Martin Boenke, Martin Renne und Francis Hankel (v. l. n. r.) von der Genossenschaft MaGeno-Solar eG. Die Kooperative aus 190 aktiven oder schon im Ruhestand befindlichen KHS-Mitarbeitenden finanziert und realisiert Photovoltaikanlagen an KHS-Standorten.
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